Sekundäre Pflanzenstoffe


Gemüse und Obst - Multitalente in Sachen Gesundheitsschutz (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. DGE-aktuell 07/2005 vom 07.06.2005)

"(dge) Rot, gelb, grün, blau ... nicht nur die Vielfalt der Farben von Gemüse und Obst ist enorm, sondern auch die Zahl der Inhaltsstoffe. Neben den essenziellen Inhaltstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten sie Substanzen, die den Körper auf vielfältige Art und Weise vor Krankheiten schützen können. Sie werden „sekundäre Pflanzenstoffe“ genannt, tragen klangvolle Namen wie Carotinoide, Phytosterine, Sulfide oder Phytoöstrogene und verhindern z. B. schädliche Oxidationen, senken das Cholesterol oder hemmen die Blutgerinnung.

Die spannende Frage lautet derzeit: Wie viele sekundäre Pflanzenstoffe braucht der Mensch? Dies kann trotz aller Forschung noch nicht beantwortet werden. Für konkrete Zufuhrempfehlungen oder Bedarfsangaben fehlen derzeit noch die wissenschaftlichen Grundlagen, stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in ihrem Ernährungsbericht 2004 fest.

Die Forschung wird noch Zeit und viele Untersuchungen, insbesondere am Menschen benötigen, um Angaben zur optimalen Aufnahmemenge machen zu können; das betrifft sowohl Angaben zu einzelnen sekundären Pflanzenstoffen als auch deren Gesamtmenge und die exakte Wirkweise. Vielleicht beeinflussen sich die sekundären Pflanzenstoffen gegenseitig, vielleicht wirken sie nur dann schützend, wenn sie zusammen mit den in Obst und Gemüse vorhandenen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen verzehrt werden.

Die DGE stellt deshalb fest: „Zur Zeit gibt es keine Alternative zu Obst und Gemüse. Obst, Gemüse - inklusive Hülsenfrüchte - und Vollkornprodukte sollten die Basis unserer Ernährung bilden.“ Weder Nahrungsergänzungsmittel mit einzelnen oder Gemischen von verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen noch Nahrungsergänzungsmittel aus Gemüse- und Obstextrakten sind eine Alternative zum täglichen Verzehr von 5 Portionen Gemüse und Obst in roher und erhitzter Form. Das bedeutet konkret: 3 Portionen bzw. 400 g Gemüse pro Tag und 2 Portionen bzw. 250 g Obst.

Die DGE hat festgestellt, das es zur Zeit keine Alternative zu Obst und Gemüse gibt. "Obst, Gemüse - inklusive Hülsenfrüchte - und Vollkornprodukte sollten die Basis unserer Ernährung bilden.“ Weder Nahrungsergänzungsmittel mit einzelnen oder Gemischen von verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen noch Nahrungsergänzungsmittel aus Gemüse- und Obstextrakten sind eine Alternative zum täglichen Verzehr von 5 Portionen Gemüse und Obst in roher und erhitzter Form. Das bedeutet konkret:

3 Portionen bzw. 400 g Gemüse pro Tag und 2 Portionen bzw. 250 g Obst. ..."

Weitere Informationen zum Artikel finden Sie auf der Homepage der DGE (bitte Link DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. betätigen).

Sekundäre Pflanzenstoffe z. B. enthalten in ... Bedeutung für Pflanze möglicher Gesundheitseffekt
Carotinoide Karotte, Tomate, Paprika, grünes Gemüse (Spinat, Grünkohl), Grapefruit, Aprikose, Melonen, Kürbis Farbstoff (gelb, orange, rot)
  • senken das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen
  • wirken als Antioxidans
  • beeinflussen das Immunsystem
  • senken das Risiko für Augenerkrankungen (Maculadegeneration + Katarakt)
  • reduzieren das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Flavonoide Äpfel, Birnen, Trauben, Kirschen, Pflaumen, Beerenobst, Zwiebeln, Grünkohl, Auberginen, schwarzer und grüner Tee u.v.m. Farbstoffe (gelb, blau, violett)
  • senken das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen
  • wirken als Antioxidans
  • beeinflussen das Immunsystem
  • können das Wachstum von Bakterien, Pilzen, Viren unterdrücken
  • können die Blutgerinnung hemmen
  • reduzieren das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Glucosinolate alle Kohlarten, Rettich, Radieschen, Kresse, Senf scharfer Geruch und Geschmack als chemischer Abwehrstoff gegen Feinde
  • senken das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen
Phenolsäuren Kaffee, Tee, Vollkornprodukte, Grünkohl, Weißkohl, Radieschen Abwehrstoffe gegen Feinde
  • senken das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen
Phytosterine Nüsse und Pflanzensamen (Sonnenblumenkerne, Sesam, Soja), Hülsenfrüchte Membranbaustoff, Pflanzenhormone, die ähnlich wie Cholesterol aufgebaut sind
  • senken den Cholesterolspiegel
Phytoöstrogene Getreide und Hülsenfrüchte (z. B. Sojabohnen), Leinsamen Pflanzenhormone, die ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen aufgebaut sind
  • senken das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen
  • wirken als Antioxidans
  • beeinflussen das Immunsystem
  • festigen möglicherweise die Knochen und könnten vor Osteoporose schützen
  • reduzieren das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Sulfide Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Schnittlauch Duft- und Aromastoffe
  • können das Wachstum von Bakterien, Pilzen, Viren unterdrücken
  • können die Blutgerinnung beeinflussen
  • senken das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen

Mehr auf der internetseite der DGE: DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.




zurück zur Startseite Wissens_Ecke